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Wichtige Wegweiser
Der Traum vom eigenen Friseursalon kann ganz schön ins Geld gehen. Darum spielt die richtige
Finanzierung eine entscheidende Rolle. Bei der Qual der Wahl kann die Hilfe von Profis nützlich sein.
Eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Existenzgründer treffen muss, ist die für das Objekt, in dem der eigene Friseursalon untergebracht sein soll. Ist diese Hürde genommen, beginnt die Umsetzung des Projektes: Der Friseureinrichter entwickelt einen Plan
über die mit dem Friseur festgelegte Größenordnung. Die momentan gängigsten Größen liegen bei acht bis zehn Friseur-Bedienungsplätzen.
Steht fest, mit wie vielen Dienstleistungsanteilen der Friseursalon in Zukunft rechnen kann, ergibt sich daraus wiederum das Verhältnis
der Anzahl von Friseur-Waschanlagen zu Friseur-Bedienungsplätzen. Das Bedeutet in der Praxis: Meistens sind bei neun Friseur-Bedienungsplätzen drei Friseur-Waschanlagen erforderlich. Dazu kommen dann noch Verkaufs- und Empfangsbereich, eventuell eine Lounge, Beratungsecke und der Laborbereich.
Gesamtpaket schnüren
Für immer mehr Friseursalons mit hohem Dienstleistungsanteil werden inzwischen regelrechte
Color- und Beratungsbereiche als Kompetenzcenter entwickelt. Dazu kommt technisches Equipment wie Hauben, Föne und Infrarotgeräte.
Eine eigene Color-Bar unterstreicht zum Beispiel die hohe Fachkompetenz des Friseurs in Fragen rund um Farbe und Strähnen.
Die Verkaufsbereiche und Merchandiser sollten für die Kunden frei zugänglich platziert werden.
Der durchschnittliche Preis einer Friseureinrichtung dieser Größenordnung liegt bei rund 40.000 €. Dazu kommen noch die Kosten für die Infrastruktur.
Dabei gibt es deutliche Unterschiede bei Boden, Decke und Beleuchtung. Hier ist eine Ortsbegehung unumgänglich, um den genauen Bedarf zu ermitteln.
Des Weiteren sind die Warmwasserversorgung, Elektro-, Trockenbau- und Malerarbeiten zu berücksichtigen.
Im Mittel kann hier eine weitere Summe von ca. 30.000 € anfallen. Weitere 10.000 € werden noch für das „Startpaket“
(Kleinmaterial, Warengrundausstattung und Eröffnungsmarketing) benötigt. Somit kann sich das Gesamtpaket auf ca. 80.000 € summieren.
Überblick bekommen
Ein stolzer Betrag, dessen Finanzierung auf solide Beine gestellt werden muss.
Hier macht es Sinn, wenigstens zehn bis 25 Prozent Eigenkapital vorweisen zu können. Die beste Art der Finanzierung ist die mit
öffentlichen Mitteln. Den entsprechenden Antrag muss der Existenzgründer über die Hausbank stellen, die dafür ein Existenzgründer-Exposé
benötigt. Dazu empfiehlt es sich, die Hilfe eines kompetenten Unternehmensberaters einzuschalten. Denn es gibt rund 3.200 verschiedene
Förderprogramme, da verliert man schnell den Überblick. Bei richtiger Antragstellung wird auch dies finanziell gefördert.
Die beste Förderung erhält der, der seinen Antrag richtig stellt. Dafür können Existenzgründer auch Hilfe bei Friseureinrichtern wie der
Firma interpartner bekommen. Zum Beispiel mit einer ersten kostenlosen Förderprüfung oder einem übersichtlichen Handbuch mit einem Überblick
über sämtliche wichtigen Fördermittel für Friseure. Der klare Vorteil bei öffentlichen Mitteln ist die lange Laufzeit und die dadurch
bedingten niedrigen monatlichen Belastungen.
Leider nutzen zu wenige Friseure diese Chance und setzen sich dadurch oft den abenteuerlichsten Finanzierungen aus, bis hin zur totalen Abhängigkeit.

